Autor Ron Segal liest in der Mensa der HES aus seinem Roman

Was bleibt am Ende eines Lebens? Vor allem, wenn dieses so bewegt ist wie das des 90-jährigen Protagonisten Adam Schuhmacher aus Ron Segals Roman Jeder Tag wie heute. Aus diesem las der jüdische Autor, der mittlerweile in Berlin lebt, am Dienstag, den 20.01.2026 in der Mensa der HES vor den Jahrgängen 9 und 10. Auch wenn die Schülerinnen und Schüler an diesem Nachmittag eigentlich aufgrund der Zeugniskonferenzen frei gehabt hätten, war die Resonanz groß. Fasziniert lauschten die beiden Jahrgänge der Geschichte Schuhmachers, der die Gräuel der Nazis miterlebte, jedoch im hohen Alter gegen das Vergessen kämpft.

Segal, der mit seinem Debutroman von 2015 ein auch heute omnipräsentes Thema literarisch verarbeitet, nahm sich an diesem Nachmittag viel Zeit, auch die Fragen der Schülerinnen und Schüler zu beantworten. Von allgemeinen Fragen zum Judentum über den Holocaust und den Nahost-Konflikt sowie die Frage einer Zwei-Staaten-Lösung für den nahen Osten wurde viel diskutiert und erörtert. Das gefiel v.a. den Schülerinnen und Schülern, die die Offenheit des Autors bemerkenswert fanden.

Schulleiter Markus Rupp kam mit dem Mikrofon im Publikum gar nicht hinterher, weil es so viele Fragen gab. Am Ende zeigte er sich durchaus zufrieden mit der Veranstaltung. Ein herzliches Dankeschön geht an Ron Segal, der auf seiner literarischen Reise auch andere Wiesbadener Schulen besuchte und an das Bistum Limburg, das die Veranstaltung überhaupt möglich gemacht hat.

2026.01.25 Lesung1 - IGS-Hermann-Ehlers-Schule Wiesbaden
2026.01.25 Lesung3 - IGS-Hermann-Ehlers-Schule Wiesbaden
2026.01.25 Lesung2 - IGS-Hermann-Ehlers-Schule Wiesbaden


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